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So senken und kontrollieren Sie Anwaltskosten

Puh, ist die Anwaltsrechnung hoch!  Damit haben Sie wirklich nicht gerechnet, sie sind verwundert oder verärgert. Außerdem ist die Berechnung schlicht unverständlich: §§ -Position nach §§ -Position, und schon summiert sich das Ganze leicht auf das Doppelte dessen, von dem Sie ursprünglich ausgegangen sind. Ärgerlich.

Tatsächlich rechnen Anwälte in den allermeisten Fällen korrekt ab – abgesehen von ein paar "Raubrittern in Robe", also jenen schwarzen Schafen, die es in jedem Beruf gibt (dazu : Blogbeitrag der Kanzlei Nierenz & Balz vom 14. Juli 2015). Halten sich die Gebührenabrechnungen für "anwaltliche Hilfe" allerdings strikt ans Gesetz, geht es auf Kosten der Verständlichkeit. Das nimmt heutzutage kein Kunde mehr gerne hin.

Die Zeiten haben sich eben geändert. Anwälte werden heutzutage eher als Geschäftsleute denn als "Helfer" wahrgenommen. Anwälte haben ein Imageproblem. Der Anwaltsberuf ist im Ranking der vertrauensvollen Berufe erneut abgerutscht und rangiert noch hinter Handwerkern und Taxifahrern. Liegt dies vielleicht auch an hohen oder undurchsichtigen Gebührenrechnungen? Während jeder Handwerker seinen Kostenvoranschlag nur um einen bestimmten Prozentsatz überschreiten darf, scheinen Anwaltsrechnungen völlig unkalkulierbar zu sein. Auf die Frage: "Was wird es kosten?", antworten Anwälte gerne mit: " Das kommt darauf an". 

Damit machen es sich Anwälte allerdings sehr leicht. Zwar ist es ziemlich kompliziert, das anwaltliche Gebührenrecht zu erklären. Zum Anderen aber tun sich viele Anwälte überhaupt schwer damit, über Geld zu reden. Anwälte erhalten Honorar – "Ehrengeld". Der Anwalt will gerne aus Ehre und Dankbarkeit des Kunden mit klingender Münze großzügig entlohnt werden. Der Haken dabei ist: Dankbarkeit war gestern. Wofür auch Dankbarkeit, in einer Dienstleistungsgesellschaft?

Wo also liegt das eigentliche Problem? Es geht ja auch anders.  Oft haben Anwalt und Mandant lediglich nicht rechtzeitig über Gebühren, Abrechnung und Abrechnungsmöglichkeiten gesprochen. Oder nicht darüber sprechen wollen, aus welchen Gründen auch immer, auf beiden Seiten. Auch Mandanten müssen sich hier an die eigene Nase packen. Warum schaffen Sie es, alle mögliche Mobilfunktarife zu vergleichen, nicht aber Anwaltsgebühren? Warum nehmen Sie bei Anwälten den erstbesten Tarif?

Wenn das Thema "Gebühren / Honorar" nicht frühzeitig angesprochen wird, nimmt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) den Anwälten die ungeliebte Aufgabe ab, über Geld zu reden. Anwälte sind dazu nicht verpflichtet. Nach RVG aber richtet sich die Berechnung der Anwaltsgebühren erst einmal nach dem Gegenstandswert bzw. Streitwert. (vgl. dazu den Voranwalt-Blogbeitrag "Was ist eigentlich:…der "Streitwert"). Ausgehend vom Streitwert, Beteiligtenzahl und Schwierigkeitsgrad (= Gebührensatz) erfolgt dann eine mehr oder weniger pauschale Abrechnung einzelner anwaltlicher Tätigkeiten und Arbeitsabschnitte, sozusagen Gebühren nach "Bautenstand", ohne Berücksichtigung von Zeitaufwand und Erfolg. Nachteil: Keiner weiß am Anfang, was eigentlich im Ergebnis gebaut werden wird. Und das kann teuer werden.

Sie als Kunde sollten informiert sein, was alles möglich ist, um Anwaltsgebühren zu senken und kalkulierbar zu machen. Und vergleichen. Und sich dann noch trauen, den Anwalt beim nächsten Beratungsgespräch auf andere Abrechnungsmöglichkeiten als die gesetzlichen Gebühren anzusprechen.  VORanwalt.de gibt Ihnen hier einen kleinen Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten.

Was kann man tun, um Anwaltskosten zu senken?

Es gibt nur zwei wichtige Zeitpunkte, die eine Einflussnahme auf die Anwaltskosten zulassen: Im Nachhinein einer Beratung / Beauftragung oder im Vorfeld. Nach Erhalt einer Anwaltsgebührenrechnung gibt es folgende Möglichkeiten:

* Bitten Sie den Anwalt um Erklärung der Rechnung, insbesondere der einzelnen Positionen. Vielleicht hat sich ja ein Fehler eingeschlichen.

* Bitten Sie den Anwalt gegebenenfalls um nochmalige Überprüfung und eventuell Korrektur der Rechnung.

* Lassen Sie sich erklären, wie der Anwalt auf den in der Rechnung angesetzten Streitwert kommt. Falls Ihnen dies nicht plausibel erklärt werden kann, bitten Sie um nachträgliche Änderung

Entscheidender ist der Zeitpunkt vor einer Beratung oder einer Beauftragung: Hier gilt es, nachzudenken und die Initiative zu ergreifen.

1. Brauchen Sie überhaupt einen Anwalt?

Überlegen Sie zunächst, ob Sie überhaupt einen Anwalt brauchen. Ohne Einschaltung eines Anwalts erfolgt auch keine Gebührenrechnung. Vieles können Sie auch ohne Anwalt erledigen, zum Beispiel aussergerichtliche Einigungen erreichen. Wann Sie wirklich einen Anwalt brauchen, lesen Sie unter VORanwalt.de oder hier .

2. Check Ihrer finanziellen Möglichkeiten

Bevor Sie zum Anwalt gehen, machen Sie sich zunächst klar, was sie ausgeben wollen oder ausgeben können. Was ist Ihr Ziel, und was ist Ihnen die Sache wert?

3. Gebührenvereinbarung für erste Beratung

Vereinbaren Sie mit dem Anwalt eines niedrigen Betrages für Beratung, Erstberatung, einen schriftlichen oder mündlichén Rat

Für eine erste außergerichtlichen Beratung eines Verbrauchers kann der Rechtsanwalt gesetzlich für die gesamte Beratung von Verbrauchern maximal nicht mehr als  €190,00 zzgl. Umsatzsteuer verlangen, maximal €250,00 zzgl. Umsatzsteuer, § 34 Abs. 1 RVG).

"Kann" bedeutet: Er MUSS es nicht! Alle Vereinbarungssache. Weisen Sie den Anwalt gegebenenfalls auf die geringe Schwierigkeit des Falles sowie Ihre persönlichen Einkommensverhältnisse hin. Das kann die Gebühr entsprechend senken. Lassen Sie sich nicht kleinreden. Behalten Sie Ihren Standpunkt. Bleiben Sie hart, aber fair.

4. WICHTIG: Musterabrechnung als Basis

Als Grundlage für alle Gebührenverhandlungen brauchen Sie eine Musterabrechnung nach RVG. Um überhaupt vergleichen zu können, was für Sie günstiger ist, lassen Sie sich vom Büro des Anwalts für Ihren Fall zwei konkrete Grundlagenabrechnungen nach den gesetzlichen Gebühren (RVG) mit Mittelwerten erstellen (besser noch eine konkrete RVG-Abrechnung), zum Beispiel eine

a) Musterabrechnung "aussergerichtliche Tätigkeit", Grundlage gesetzliche Gebühren. Streitwert wie vom Anwalt vorgeschlagen,  aa) ohne und bb) mit Einigung (Vergleich), mittlerer Schwierigkeitsgrad  (= Gebührensatz 1,3)

und – falls es vor Gericht gehen soll – 

b) Musterabrechnung "Vertretung vor Gericht", Grundlage gesetzliche Gebühren, Streitwert wie vom Anwalt vorgeschlagen, aa) ohne und bb) mit Einigung (Vergleich), mittlerer Schwierigkeitsgrad (= Gebührensatz 1,3).

Sie können als allerersten Anhaltspunkt auch einen der vielen im Internet angebotenen Anwalts- und Gerichtsgebührenrechner nutzen, ohne Gewähr vom Anbieter selbstverständlich, aber immerhin. (beispielsweise hier oder hier).

Erfahrungswert: Bei den meisten zivilrechtlichen Streitigkeiten vor den Amtsgerichten als erste Instanz (Streitwert derzeit bis einschließlich 5.000 €)  ist eine Abrechnung nach den gesetzlichen Gebühren tatsächlich am günstigsten für den Mandanten.

5. Vereinbaren eines abweichenden Honorars für außergerichtliches Tätigwerden

Grundsätzlich gilt § 4 RVG: "In außergerichtlichen Angelegenheiten kann eine niedrigere als die gesetzliche Vergütung vereinbart werden. Sie muss in einem angemessenen Verhältnis zu Leistung, Verantwortung und Haftungsrisiko des Rechtsanwalts stehen."

Machen Sie sich dies zunutze. Argumentieren Sie geschickt und kreativ!

6. Vereinbaren eines Zeithonorars

Dies bedeutet meist Vereinbarung eines Stundensatzes für anwaltliche Tätigkeit. Hier kommt es nicht auf Streitwert und Schwierigkeit des Falles an, sondern nur auf die aufgewandte Arbeitszeit. Viele Anwälte bieten ein Zeithonorar an, weil es Ihnen einfach gerechter erscheint. Ein Satz von 150 € pro Stunde ist üblich.

Nun bitten Sie Ihren Anwalt, Musterabrechnungen zu erstellen für durchschnittliche Bearbeitungszeiten von fünf Stunden (außer-gerichtlich) oder zehn Stunden (Gerichtsverfahren).

Diese können Sie dann ebenfalls mit den bereits vorhandenen Musterabrechnungen nach RVG vergleichen. Beispiel mit einem Streitwert von 5.000 € (Auffangstreitwert):

Nach RVG kosten hier a) Erstberatung, b)außergerichtliche Tätigkeit und c) Mitwirkung des Anwalts an einem Vergleich derzeit ungefähr 750,00 € netto. Hinzu kommen Auslagenpauschale und Umsatzsteuer.

Ungefähr die gleiche Nettosumme würde anfallen bei der Abrechnung Zeithonorar, fünf Stunden Arbeit und 150 € netto pro Stunde.

Bei einem höheren Streitwert als 5.000 € kann es sich demnach lohnen, über ein Zeithonorar nachzudenken. Ein Rechenexempel.

Achtung: In gerichtlichen Verfahren darf der Anwalt keine niedrigeren Gebühren nehmen, als das RVG als Mindestgebühr vorsieht. Allerdings gilt auch hier: Wo kein Kläger, …

Bei einer Zeitabrechnung sollten Sie auch bedenken: Wenn Sie den Anwalt kräftig und aktiv unterstützen, kann die benötigte Arbeitszeit reduziert werden.

7. Gestaffeltes Zeithonorar

Auch bei Zeithonorarvereinbarungen sind verschiedene weitere Varianten möglich. Sie können z.B. eine maximale Stundenanzahl vereinbaren, die der Anwalt arbeiten soll. Oder Sie vereinbaren ein "gestaffeltes Zeithonorar": 160 € / Stunde netto für die ersten drei Stunden, 120 €/ Stunde  für die nächsten fünf Stunden, ab zehn Stunden aufwärts 80 € pro Stunde.

Um einen Überblick über Arbeitstempo des Anwalts und das jeweilige Zeitguthaben zu haben, lässt sich vereinbaren, dass Sie informiert werden, wenn das jeweilige Zeitkontingent erschöpft ist. Oder sie erhalten eine wöchentlichen Überblick über das vorhandene Zeitguthaben. Aber Achtung: Die Erstellung des Restzeitüberblicks nimmt Gebührenzeit in Anspruch!

8. Vereinbarung einer Pauschalzeit

Hier vereinbaren Sie, dass der Anwalt z.B. 10 Stunden für das Mandat benötigt und abrechnet, zum Stundenpreis von X. In der Gestaltung sind Sie und Ihr Anwalt ebenfalls relativ frei. Was ist Ihnen die Sache wert? Was würde der Anwalt gerne verdienen? Das Honorar darf in gerichtlichen Angelegenheiten lediglich nicht niedriger sein, als die Mindestgebühren nach RVG.

Für Dauermandanten bieten manche Anwälte eine Art" flatrate".

Vergleichen sie dies mit der Musterabrechnung nach RVG.

9. Vereinbarung eines Fixpreises

Dies bedeutet, einen festen Preis für die gesamte oder einen Teil der Tätigkeit, unabhängig von Zeit und Aufwand. Sozusagen ein "All inclusive"-Tarif. Auch hier sind Sie und Ihr Anwalt in der Gestaltung frei. Was ist Ihnen die Sache wert? Was würde der Anwalt gerne verdienen? Das Honorar darf lediglich in gerichtlichen nicht niedriger sein, als die Mindestgebühren nach RVG.

Vergleichen sie dies mit der Musterabrechnung nach RVG.

10. Splitten: außergerichtliche /  gerichtliche Tätigkeit

Die Gebührenvereinbarung kann auch vorsehen, dass zwischen außergerichtlicher und gerichtlicher Tätigkeit gesplittet wird, beispielsweise ein niedriger Stunden-, Pauschal- oder Fixsatz für die außergerichtliche Tätigkeit und gesetzliche Gebühren für das Gerichtsverfahren.

 Vergleichen sie dies mit der Musterabrechnung nach RVG.

11. Splitten innerhalb der außergerichtlichen Tätigkeit

Ebenfalls lässt die sich außergerichtliche Tätigkeit "aufteilen", beispielsweise in "Allgemeines Tätigwerden" und "Erzielen einer Einigung". Wenn es Ihnen beispielsweise auf eine Einigung ankommt, kann ein niedriger Stunden-, Pauschal oder Fixsatz für "allgemeines Tätigwerden" vereinbart werden und eine fixe "Belohnung" für einen Vergleichsabschluss.

Vergleichen sie dies mit der Musterabrechnung nach RVG.

12. Vereinbarung über den Streitwert

Für außergerichtliche Tätigkeiten des Anwalts können Sie eventuell vereinbaren, dass zwar die gesetzlichen Gebühren angewendet werden sollen, aber ein niedrigerer Streitwert zugrunde gelegt wird. Alles Vereinbarungssache, solange es nichts standeswidrig wird.

13.  Vereinbarung über den Gebührensatz

Meist wird als Gebürensatz vom Anwalt ein "durchschnittelicher Schwierigkeitsgrad" angesetzt (= 1,3, nach RVG). Der Gebührensatz wird in der Rechnung aufgeführt. Selbstverständlich lässt sich dies auch anders vereinbaren, und die Tätigkeit  ein "einfach" einstufen. Der Gebührensatz sinkt dann, die Gebührenrechnung fällt geringer aus.

14. Vereinbarung eine Aufrechnung der Anwaltsgebühren mit Gegenleistung

Sie können auch eine (ordnungsgemäß abgerechnete) Gegenleistung anbieten, mit der die Anwaltsgebühren oder teilweise aufgerechnet werden können, beispielsweise das Malen eines Portraits oder eine KFZ-Reparatur.

15. Vereinbarung eines Erfolgshonorars ?

Ein gern gemachter Vorschlag, geprägt vom amerikanischen System und verbreitet vom Fernsehen. Dem Grundgedanken nach bedeutet dies, nichts oder wenig zahlen, wenn der Anwalt nicht erfolgreich ist, viel zu zahlen, wenn er Erfolg hat, meist in Form einer Beteiligung am erstrittenen Betrag.

Erfolgshonorare zu vereinbaren, ist Rechtsanwälten in Deutschland grundsätzlich untersagt. Eine kleine Ausnahme gilt seit einiger Zeit über § 4a RVG bei

a) außergerichtlicher Tätigkeit des Anwalts

  • es handelt sich bei einer derartigen Vereinbarung für den Anwalt nur um einen Einzelfall und
  • der Mandant würde aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse ohne die Vereinbarung eines Erfolgshonorars von der Rechtsverfolgung abgehalten.

b) gerichtlichem Tätigwerden des Anwalts

  • es handelt sich bei einer derartigen Vereinbarung für den Anwalt nur um einen Einzelfall und
  • der Mandant würde aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse ohne die Vereinbarung eines Erfolgshonorars von der Rechtsverfolgung abgehalten und
  • wenn für den Erfolgsfall ein angemessener Zuschlag auf die gesetzliche Vergütung vereinbart wurde, kann für den Fall des Misserfolgs vereinbart werden, dass keine oder eine geringere als die gesetzliche Vergütung zu zahlen ist.

 

TIPP: Lassen Sie – außer im absoluten Notfall – die Finger von Erfolgshonorarvereinbarungen! Die bringen Sie im Zweifel in "Teufels Küche"; Im Ernstfall muss über die Vereinbarung gerichtlich gestritten werden. Das (Kosten-) Risiko trägt dabei meistens der Mandant. Bestenfalls stellt das Gericht im Ergebnis fest, dass die Vereinbarung unwirksam ist. Dann aber müssen Sie stattdessen "nur" die gesetzlichen Gebühren an den Anwalt zahlen -was ja mit der Vereinbarung gerade vermieden werden sollte. Im schlechtesten Falle zahlen Sie dem auch noch die Kosten für das Gerichtsverfahren obendrauf.

16. Andere Positionen zum Sparen von Gebühren

* Portokosten: Sie können möglicherweise erwirken, dass der Anwalt auf "Portokosten" bzw. "Kommunikationpauschale" verzichtet, z.B. wenn sämtliche Kommunikation über E-Mail abläuft.

* Reisekosten: Auch hier lassen sich eventuell Vereinbarungen mit dem Anwalt treffen: Sie fahren selbst zu einem Sachverständigen- oder Gerichtstermin: Bieten Sie dem Anwalt an, ihn in Ihrem eigenen Fahrzeug mitzunehmen…

17.  Kombinationen

Selbstverständlich ist auch eine Kombination verschiedener Vereinbarungsmöglichkeiten denkbar. 

18. Alternative Angebote

Holen Sie, bevor Sie unterschreiben und einen Auftrag erteilen, gegebenenfalls noch Angebote anderer Anwälte ein. Sie können dann eventuell günstigere Angebote der Konkurrenz zur weiteren Kostensenkung nutzen. Manchmal kann sich aber allein schon die Ankündigung, noch ein anderes Angebot einholen zu wollen, weiter kostenreduzierend auswirken.

19. Überblick und Kontrolle

Behalten Sie den Überblick über die Kostenentwicklung – und die Tätigkeiten Ihres Anwalts. Sie sind kein willenloser Befehlsempfänger, sondern Auftraggeber! Vereinbaren Sie  jederzeitige Absprachen über das anwaltliche Vorgehen. Bestehen Sie auf Sachstandsmitteilungen, Zwischenabrechnungen, Strategiegesprächen. Wenn Sie jederzeit wissen, was Ihr Anwalt vorhat, senken Sie (neben den Anwaltskosten) auch das Risiko, bei ihrem eigenen Fall nur noch "zahlender Zuschauer" zu sein.

20. Was sich absolut verbietet, sind Vorschläge an den Anwalt wie

* schwarz zu arbeiten,

* unlautere Vorschläge wie, der Anwalt könne den Fall als Falsch-beratung seiner Haftpflichtversicherung melden und die dann (eventuell) ausgezahlte Schadenssumme behalten.

Fazit: Um die Gebühren des eigenen Anwalts zu senken und kontrollieren zu können, ist Vieles möglich. Man muss es nur vereinbaren!

Wenn Sie also Anwaltskosten senken wollen, sollten Sie kreativ sein – und vergleichen. Anwälte sind keine Samariter, sondern Geschäftsleute. Wichtig ist, sich frühzeitig mit dem Anwalt über seine Bezahlung einigen, um von vorneherein zu wissen, was auf Sie zukommt. Wichtig ist aber auch, dass ein Anwalt gut, gerne und engagiert für Sie arbeitet. Das ist oft eine Frage der angemessenen Gebühren. Fühlen sich jedoch Anwalt und Mandant mit der gewählten Abrechnungsmetode wohl, klappts auch mit der Anwaltsgebührenrechnung.

Im Hinterkopf behalten sollten Sie jedoch jederzeit: Wo kein Anwalt beauftragt ist, da erfolgt auch keine Gebührenrechnung. Brauchen Sie wirklich einen Anwalt? Was ist Ihr (eigentliches) Ziel?

Noch Fragen?

 
Übrigens: Danke schön fürs "liken" und Teilen!
Ihr Stefan Markel
Voranwalt.de

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3 thoughts on “So senken und kontrollieren Sie Anwaltskosten

  1. Besten Dank für den ehrlichen und hilfreichen Artikel. Man sollte nämlich immer Verständnis für beide Seiten haben. Ein Vorabgespräch über das Honorar und die Art der Abrechnung ist auf jeden Fall von Vorteil.

    Beste Grüße,

    Kanzlei Niehof

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