Rechtscoaching

Was bedeutet eigentlich… Anwaltszwang?

Kurz und knapp: Anwaltszwang bedeutet, dass Sie von Gesetzes wegen einen Anwalt beauftragen müssen, wenn Sie vor einem Gericht klagen oder sich gegen eine Klage wehren wollen.

Für die meisten Rechtsangelegenheiten im Zivilrecht benötigen Sie keinen Anwalt!

Denn grundsätzlich soll nach deutschem Zivil- und Zivilprozessrecht  jeder seine "einfachen" Rechtsangelegenheiten selber regeln können. Das gilt in jedem Fall außergerichtlich, aber auch für Gerichts-verfahren: Vor Amtsgerichten (außer in Familiensachen), vor den Arbeits-, Verwaltungs und Sozialgerichten ist in erster Instanz kein Rechtsanwalt vorgeschrieben. Die Prozessordnungen sind für "Normalbürger" gemacht – und jeder Richter muss das, was "Otto Normalverbraucher" vorträgt, untechnisch und im Sinne des "Durchschnittsmenschen" auslegen.

Die Pflicht, einen Anwalt zu beauftragen (Anwaltszwang) besteht vor Allem vor den Landgerichten, den Oberlandesgerichten und den Bundesgerichten: Kurz, vor allen Gerichten, die "Land-", "Ober" – und "Bundes"-  in ihrem Namensbestandteil haben: Wer hier selbst versucht, in eigener Sache und ohne Rechtsanwalt aufzutreten oder zu verhandeln, wird schlichtweg "wie Luft" behandelt – als sei er gar nicht anwesend (in der seltsamen Juristensprache heißt das übrigens "fehlende Postulationsfähigkeit").

Vor Gerichten erster Instanz aber ist grundsätzlich jedermann postulationsfähig. Er kann selbst auftraten, selbst Anträge stellen oder einen anderen damit beauftragen, z.B. auch einen Bekannten oder  Freund. Manchmal allerdings kann es auch außergerichtlich oder vor erstinstanzlichen Gerichten taktisch sinnvoll sein, einen Rechtsanwalt zu beauftragen.

Wenn Sie erwachsen und durchschnittlich intelligent sind, können Sie sich durchaus zutrauen, Ihre eigenen Angelegenheit außergerichtlich oder vor erstinstanzlichen Gerichten selbst zu regeln. Ihnen steht dazu  kein Gesetz im Wege, insbesondere kein Anwaltszwang. Nur Mut dazu ! Das gilt auch für die im Vorfeld eines Gerichtstermin zu schreibenden Schriftsätze.  Am nervenschonensten, kostengünstigsten und schnellsten wird es aber immer sein,  sich mit dem Gegner gar nicht erst vor Gericht zu treffen, sondern sich mit ihm schon außergerichtlich zu einigen, auch ohne Anwalt.

Wie das mit der außergerichtlichen Einigung funktioniert, oder sogar mit eigenen, selbst gefertigten Schreiben ans Gericht ("Schriftsätze") klappen kann, erfahren Sie bei VORanwalt.de – zum Beispiel HIER…

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Übrigens: Danke schön fürs "liken" und Teilen!
Ihr Stefan Markel
Voranwalt.de

One thought on “Was bedeutet eigentlich… Anwaltszwang?

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